Aktuelles

"Corona-Krise: benachteiligte Kinder zuerst in die Kita"

Pressemitteilung vom 27.04.2020

Kindeswohl hat auch in Krisenzeiten Priorität / Ziel muss sein: Zuerst Kindern in prekären Situationen wieder Bildung und Betreuung ermöglichen / Landesjugendämter fordern: Zugangsreihenfolge zur Kindertagesbetreuung muss sich an Situation der Familien orientieren

    „Kinder- und Jugendhilfe auch in Krisenzeiten voll erreichbar“

    Pressemitteilung vom 06.04.2020

    Jugendämter: Kinder in Corona-Zeiten besonders vor Gewalt und Verwahrlosung schützen

      Informationen zur Corona-Pandemie in der Kinder- und Jugendhilfe im bundesweiten Überblick

      Der Verlauf der Corona-Pandemie zwingt unmittelbar und mittelbar im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu einschneidenden Maßnahmen. Sie stellen die freien Träger im Bereich Kinder- und Jugendhilfe ebenso wie die örtlichen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe vor große und neuartige Herausforderungen.

      Die Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter stellt Ihnen alle wichtigen Informationen aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe der einzelnen Bundesländer als Übersicht zur Verfügung:

        Corona: Infos zur Kinder- und Jugendhilfe

        Die Ausbreitung des Coronavirus wirft auch in der Kinder– und Jugendhilfe viele neue Fragen auf.
        Auf der Internetseite des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) finden Sie ab sofort ein FAQ zu den auftretenden rechtlichen Fragen sowie Materialien für Jugendämtern.
        Die FAQs finden Sie unter: https://www.dijuf.de/Coronavirus-FAQ.html
        Die Materialien sind eingestellt unter https://www.dijuf.de/Coronavirus-Materialpool.html
        Beide Angebote werden laufend erweitert.

        Auch das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat einen entsprechenden Themenschwerpunkt mit Materialien und Fachhinweisen erstellt: https://www.jugendhilfeportal.de/fokus/coronavirus/


        Careleaver e. V.: Aufbau eines Notfallfonds

        Weiterhin möchten wir darauf hinweisen, dass der Careleaver e. V. einen Notfallfonds aufbauen möchte, um Careleaver in der aktuellen Situation bei Bedarf finanziell zu unterstützen.

        Pressemitteilung Careleaver


        127. Arbeitstagung in Bremen

        Wirksamkeit, Nachhaltigkeit und Grenzen (stationärer) Kinder- und Jugendhilfe

        Die 127. Arbeitstagung (AT) der BAG Landesjugendämter vom 13. – 15. 11.2019 in Bremen setzte sich mit der Effektivität und den langfristigen Wirkungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe auseinander.

        Den Einstieg in den Austausch gab der Vortrag von Prof. Dr. Michael Macsenaere und Joachim Klein vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) in Mainz. Zusammen mit dem Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V. (BVkE) hat das IKJ die Studie „Care Leaver – stationäre Jugendhilfe und ihre Nachhaltigkeit“ durchgeführt. Die Vortragenden legten den Fokus auf die Ergebnisse zur Nachhaltigkeit der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

        Was aber passiert, wenn keine der angebotenen Hilfen erfolgreich ist? Wenn ein Kind oder Jugendlicher immer wieder von einer Pflegefamilie oder stationären Einrichtung zur nächsten und von der Psychiatrie zu Inobhutnahmestellen durchgereicht wird? Gibt es Grenzen des bestehenden Helfersystems und wenn ja, wo liegen sie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 127. AT von Prof. Dr. Menno Baumann. Der Experte für Intensivpädagogik der Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf und des Leinerstift Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e.V. Großefehn/Ostfriesland betreute über mehrere Jahre die Entstehung des Kinofilms „Systemsprenger“. Der Film ist aktuell in vielen deutschen Kinos zu sehen.

        Die 127. AT der BAG Landesjugendämter verabschiedete zudem eine Empfehlung zur Kostenerstattung für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA) bei bundeslandübergreifendem Entweichen. Inhalt der Empfehlung ist, dass Kosten für Unterbringung und Betreuung eines UMA, der während einer Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII oder während einer Anschlusshilfe entweicht, dem tätig gewordenen Jugendamt von dem nach § 88a Abs. 2 bzw. 3 SGB VIII zuständigen Jugendamt („Zuweisungsjugendamt“) zu erstatten sind. Derzeit verfahren die überörtlichen Träger der Länder bei der Erstattung von Kosten nicht einheitlich, die einem Jugendamt für Betreuung und Unterbringung eines UMA entstanden sind, für den bereits bei einem anderen Jugendamt eine Zuständigkeit gem. § 88a Abs. 2 bzw. 3 SGB VIII besteht. Im Ergebnis hat dies dazu geführt, dass tätig gewordene auswärtige örtliche Träger weder im eigenen Land noch im Land des Zuweisungsjugendamtes eine Kostenerstattung erhalten haben. Die Empfehlung zielt zunächst darauf ab, für zukünftige Fälle ein einheitliches Verfahren der Länder zu erreichen.

        Die Pressemitteilung zur 127. Arbeitstagung finden Sie hier.

        126. Arbeitstagung in Chemnitz

        Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter verabschiedete auf ihrer Arbeitstagung vom 22. bis 24. Mai 2019 in Chemnitz ein Positionspapier und zwei Beschlüsse bezüglich der Reform des SGB VIII sowie Anpassungen der Empfehlungen zur Adoptionsvermittlung.

        Obwohl die Gesamtzahl der Menschen, die nach Deutschland fliehen, zurückgegangen ist und somit auch die der unbegleitet eingereisten minderjährigen Ausländer bleibt die Integration eine wichtige Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe. Deshalb sah sich die BAG Landesjugendämter zusammen mit Dr. Jens Pothmann vom Forschungsverbund der TU Dortmund und DJI dazu veranlasst, die Entwicklung der Fallzahlen bei den unbegleiteten minderjährigen Ausländern in den Blick zu nehmen. Zudem stellten die Teilnehmenden der Arbeitstagung Auswirkungen auf den Fachkräftebedarf dar. Die Leitungen der Landesjugendämter wiesen darauf hin, dass, trotz einer scheinbaren Entspannung der Lage, die Anstrengungen aller Beteiligten nicht nachlassen dürften.

        Seit 1989 ist die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft und von fast allen Ländern weltweit ratifiziert. Anne Lütkes und Holger Hoffmann vom Deutschen Kinderhilfswerk e. V. informierten die Teilnehmenden über den aktuellen Stand der Studie „Kinderrechte-Index“. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2019 vorgestellt. Die Studie beleuchtet den Stand der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in den verschiedenen Lebensbereichen von Kindern und den damit verbundenen Politikfeldern in den deutschen Bundesländern. Eine wichtige Erkenntnis aus der sich anschließenden Diskussion war, dass bundesweit noch zu viele Datenlücken bestehen. Die Leitungen der Landesjugendämter waren sich darüber einig, dass die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz unabdingbar ist.

        Bereits im Rahmen der 123. Arbeitstagung in Halle stand das Forschungsprojekt „Gute Heime“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) auf der Tagesordnung der BAG Landesjugendämter. Das Laufzeitende des Projekts war nun Anlass, sich erneut mit der Qualität der stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auseinanderzusetzen. Dr. Mike Seckinger vom DJI präsentierte die Ergebnisse und erörterte zusammen mit den Leitungen die daraus folgenden Konsequenzen für die Qualitätsdimensionen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe. Fazit: Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den sie betreffenden Themen und Entscheidungen ist ein Kinderrecht und muss insbesondere auch im Rahmen der Qualität der stationären Einrichtungen umgesetzt werden.

        Die Pressemitteilung zur 126. Arbeitstagung finden Sie hier.

          125. Arbeitstagung in Stuttgart

          Die 125. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter vom 07. bis 09. November 2018 in Stuttgart nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erneut zum Anlass, überregionale, aktuelle fachliche Themen zu diskutieren, Denkanstöße zu geben und Lösungsansätze zu eruieren.

          Ein zentrales Thema der Tagung war die Umsetzung der Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zur Entwicklung eines einheitlichen Instrumentes zur Feststellung des Rehabilitationsbedarfs von Kindern und Jugendlichen. Der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Jörg Michael Fegert stellte ein gemeinsames Projekt der Uni-Klinik Ulm und des Deutschen Jugend Instituts zur Entwicklung eines Verfahrens zur leistungsbegründenden Einschätzung von (drohenden) Teilhabebeeinträchtigungen vor. Die Mitglieder der BAG tauschten sich anschließend über die jeweiligen Sachstände in den Bundesländern aus.

          Ein weiteres zentrales Thema der 125. Arbeitstagung war der Fachkräftemangel im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD). Der einführende Vortrag der Leiterin des Jugendamtes Stuttgart, Dr. Susanne Heynen, verdeutlichte insbesondere die angespannte Situation in Stuttgart, ließ sich gleichzeitig aber auch insgesamt auf die Bundesrepublik übertragen. Tenor der Diskussion im Rahmen der Arbeitstagung: Es bedarf einer Gesamtstrategie für alle betroffenen Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe. Wichtig sei es zudem, Wachstumsgrenzen zu definieren. Rechtsansprüche, wie der für die Betreuung unterdreijähriger Kinder oder für die Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern müsse auch personell umsetzbar sein. Der Konflikt zwischen der Dienstleistungspflicht des Staates und der fehlenden Umsetzungsmöglichkeit z.B. aufgrund fehlender Fachkräfte, spitze sich weiter zu.

          Des Weiteren verabschiedete die BAG die von der „AG Hilfen zur Erziehung“ erarbeitete Handlungsempfehlung „Radikalisierung und Extremismus in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“. Zielgruppen sind Fachkräfte der betriebserlaubniserteilenden Behörden, der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie der Jugendämter. Sie sollen für Radikalisierung und Extremismus sensibilisiert werden. Die Empfehlung bietet Orientierung, um dem Phänomen präventiv, intervenierend und in der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren zu begegnen und Lösungen zu entwickeln. Diese Handlungsempfehlung finden Sie unter der Rubrik "Empfehlungen".

          Die Pressemitteilung zur 125. Arbeitstagung finden Sie hier.

            124. Arbeitstagung in Hamburg

            Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landesjugendämter verabschiedete auf ihrer Arbeitstagung vom 02. bis 04. Mai 2018 in Hamburg fünf Empfehlungen.

            Auch wurde bei der Mitgliederversammlung Herr Lorenz Bahr, Leiter des LVR-Landesjugendamtes Rheinland, zum neuen Vorsitzenden der BAG Landesjugendämter gewählt. Mit dem Vorsitz wechselt auch die Geschäftsstelle von Rheinland-Pfalz ins Rheinland.

            Die aktuellen Empfehlungen finden Sie zentral im ersten Abschnitt unter dem Reiter "Empfehlungen". Die Pressemitteilung zur 124. Arbeitstagung finden Sie hier.

                        Aufgaben und Leistungen der Jugendämter

                        Kontakte Landesjugendämter

                        Kontakt zu den Zentralen Adoptionsstellen

                        Kontakt zur BAG Landesjugendämter

                        Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter
                        c/o LVR-Landesjugendamt Rheinland
                        Kennedy-Ufer 2
                        50679 Köln
                        Tel.: 0221 809-4090
                        E-Mail: bagljae@lvr.de

                        Alle Termine in der Übersicht.

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